Alle Lesetexte
Medien8 Min. · B1

Eine Woche ohne Smartphone

Ein Blogbeitrag über ein Experiment im Alltag.

  • unruhignervös, nicht still
  • verabredetman hat ein Treffen geplant
  • auslassenetwas nicht benutzen / weglassen

Letzte Woche habe ich mein Smartphone in eine Schublade gelegt. Nicht ganz: Den Wecker und die Fahrplan-App durfte ich auf einem alten Gerät nutzen, aber ohne soziale Netzwerke, ohne Nachrichten-Apps und ohne Online-Shopping.

Am Montag war ich unruhig. In der Bahn habe ich automatisch in die Tasche gegriffen. Stattdessen habe ich ein dünnes Buch gelesen, das ich seit Monaten mit mir herumtrage. Am Dienstag habe ich zum ersten Mal seit Langem wieder jemanden auf der Straße nach dem Weg gefragt. Die Person hat freundlich erklärt, und wir sind sogar ein Stück zusammengegangen.

Mittwochs wollte ich ein Konzert buchen. Ohne App musste ich die Website am Laptop öffnen — das hat länger gedauert, aber ich habe die Sitzplätze besser gesehen. Donnerstagabend war ich verabredet. Ich kam fünf Minuten zu spät, weil ich keine Live-Karte hatte. Mein Freund hat gelacht und gesagt, früher sei das normal gewesen.

Freitag habe ich bemerkt, dass ich tiefer schlafe. Ich habe das Telefon nicht mehr ins Bett mitgenommen. Samstag war das Experiment am schwersten: Eine Freundin hat Fotos von einem Ausflug geschickt, und ich habe sie erst am Abend am Computer gesehen. Ich habe ihr dann eine richtige Nachricht geschrieben, nicht nur ein kurzes Symbol.

Würde ich das dauerhaft machen? Wahrscheinlich nicht. Für den Job brauche ich E-Mails unterwegs. Aber jeden Sonntag werde ich das Gerät bis zum Mittag auslassen. Das fühlt sich nach mehr Zeit an, obwohl der Tag gleich lang ist.

Aufgaben

Lies den Text in Ruhe, dann beantworte die Fragen.

1.Was durfte die Autorin trotzdem nutzen?
2.Was ist am Dienstag passiert?
3.Warum kam sie zum Treffen zu spät?
4.Was will sie künftig beibehalten?
5.Warum will sie das Experiment nicht dauerhaft machen?